Herzliche Gratulation! David Graf: Platz 7 bei der UCI BMX Weltmeisterschaft!

News

Ausserordentliche GV am 6. Juli 2018, 19 Uhr

23.06.2018

Unser BMX Neubauprojekt erfordert die unverzügliche Aufmerksamkeit aller Clubmitglieder. An der Ausserordentlichen Generalversammlung vom Freitag 06.07.2018 wird über einen Planungskredit...

BMX Schweizermeisterschaft & Swiss Cup in Echichens

23.06.2018

Die Krönung in der Schweiz - die BMX Schweizermeisterschaft findet in Echichens am 30.06.2018 statt. In jeder Kategorie - Challenge...

BMX DSM 5. Lauf in Weinfelden

23.06.2018

Die neue BMX Bahn in Weinfelden wird am Samstag, 23. Juni 2018 feierlich eröffnet - u.a. mit dem Training der...

Neue Trainingsgruppeneinteilung

23.06.2018

Die Trainer versuchen, alle Kinder entsprechend ihrer BMX Technik und dem fahrerischen Können einzuteilen. Bei den Gruppen Micro, Mini und...

UEC BMX Europameisterschaft - Anmeldung

23.06.2018

Nicht jeder darf an die UEC BMX Europameisterschaft nach Sarrians, Frankreich. Denn die Ausscheidung geschieht via BMX Swiss Cup Serie...

Girl-Power beim Swiss Cup in Volketswil

23.06.2018

Mädchen fahren auch BMX - unser POWERBIKE Winterthur BMX-Girl Lena Schneider war die schnellste in der Kategorie Girls 11-12 Jahre...

European 4Cross Series in Winterthur

23.06.2018

Was für ein Erfolg beim 5. Lauf des European 4Cross Series: drei Siege und weitere 2 Podestplatzierungen konnten POWERBIKE Winterthurs...

BMX Swiss Cup in Volketswil

23.06.2018

Möchtest du dich noch qualifizieren für die UEC BMX Europameisterschaft oder möchtest du einen spannenden Wettkampf, bei welchem BMX Fahrer...

Heisser Wettkampf beim BMX DSM Lauf in Volketswil

23.06.2018

Talent, Können, Motivation, Wettkampfgeist und Adrenalin pur zeigen sich bei den Wettkämpfen. Doch ein kleines Misgeschick beendet die rasante Fahrt...

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BMX Weltmeisterschaft 2017, Rock Hill (USA), Challenge-Class

Nachtrag von Anett Köhler und Valentin Steiner

Die Challenge-Class sind alle BMX Fahrerinnen und Fahrer ab 5 Jahren gemeint, die keine Elite-Lizenz gelöst haben. Dabei gibt es nach oben keine Altersgrenze. Im Gegensatz dazu gibt es die Championship-Class der Athletinnen und Athleten ab 17 Jahren mit Elite-Lizenz in den vier Kategorien Women/Men Junior und Women/Men Elite.

Rock Hill, das BMX Mekka in South Carolina, USA, hat 3750 Athleten bei der diesjährigen BMX Weltmeisterschaft begrüsst. Aus allen Teilen der Welt reisten die besten Challenge-Fahrer an um ihr Können unter Beweis zu stellen und die begehrte Medaille entgegenzunehmen. Doch auf diesem Weg, mussten einige Hindernisse bewältigt werden: wer kommt mit den heissen und schwülen Temperaturen zurecht? Wer schafft die Zeitumstellung am besten? Wer kann diese «typisch amerikanische» Piste am besten bewältigen? 

Am Samstag, bei der Pistenbesichtigung haben die Fahrer die ersten Eindrücke sammeln können. Welch eine Bahn! Welch eine professionelle Organisation! Das Fahrerlager war, wie bei internationalen Rennen üblich, abgesperrt und die Athleten konnten nur mithilfe ihrer Badges und des passenden Codes auf ihrem BMX diesen betreten. Die Schweiz war mit einer relativ kleinen Delegation vertreten und noch weniger Powerbikern: darunter 8 Challenge-Fahrer (Nathaniel Köhler, Boys 5&6, Timon Köhler Boys 8, Shane Nünlist & Max Kullmann Boys 9 Jahre, Seal Nünlist Boys 12, Filib Steiner Boys 13, Tim Weiersmüller Boys 15 und Marco Muff in Men 17+ sowie Cruiser-Kategorie). Ausgewählte Helfer, meistens Eltern der Challenge Fahrer, haben die Jüngsten im Fahrerlager motiviert und unterstützt. Bereits beim ersten freien Training wurde den Athleten bewusst, was alle mit dem Begriff der «amerikanischen Piste» gemeint hatten: flache Hügel, technisch nicht so anspruchsvoll, wie in Europa üblich. Spasseshalber hörten wir den Satz oft: «Tour de France auf der BMX Bahn».

Die Dominanz der Amerikaner war gigantisch. Sie eröffneten unter tosendem Applaus, Standing Ovations das freie Training. Ganze 2 Slots haben die Amerikaner bekommen, dass all ihre Fahrer, gebührend auf der Piste trainieren konnten. USA-Jerseys soweit das Auge reicht: 1100 Fahrer hat die USA Delegation geschickt. Wahnsinn! Die Schweiz war mit vielen anderen kleineren Nationen im Training eingeteilt, u.a. Frankreich und Lettland. Wieso dies so wichtig ist, mit wem unsere Fahrer trainieren? Vorher genannte Nationen verstehen es besonders gut, zu drängeln, beim freien Training zu schubsen und so schnell wie möglich vorne zu stehen, um so viele Runden, wie nur möglich, machen zu können. Ca. 8 Runden haben unsere Jungs in beiden Trainings zusammen geschafft – das musste reichen um die Piste kennen zu lernen, zu wissen wie schnell das Gate herunter geht und welche Tücken die Bahn bereit hält.

5 Tage waren für die Weltmeisterschaft angesetzt. Begonnen haben die Wettkämpfe mit den Cruisern, danach folgten die Jüngsten, bis am Samstag der Höhepunkt mit den Elite-Fahrern zu sehen war. Doch in der Challenge-Kategorie sahen die Tage gleich aus:

Bei Dunkelheit, kurz vor 6 Uhr am Morgen, standen die ersten Fahrer bereits vor der Bahn. Der grosse Tag, auf welchen sie lange gewartet hatten, sie ein ganzes Jahr lang hintrainiert hatten, kam. Vorfreude, Stolz aber auch Nervosität lag in der Luft. Die Eltern und Zuschauer bildeten vor dem Eingang eine riesige Schlange. Bei Dunkelheit standen sie an um ihre Liebsten von den besten Tribünenplätzen aus anzufeuern. Super Stimmung war auf den Tribünen und wir, aus der Schweiz, verschwanden schier in dem Meer der Amerikanischen Fans. Doch unsere grossen Schweizer Fahnen haben wir prominent platziert. Wir auf der Tribüne, sind auch sehr stolz, dabei zu sein und all unseren Athleten die Daumen zu drücken, sie anzufeuern und mit zu zittern was das Zeug hält.

Punkt 8 Uhr fing der erste Lauf an. Zackig, wurde eine Serie nach der anderen gestartet, meistens waren zwei Serien auf der Bahn unterwegs. Wer bis dahin nicht wusste, wo er war, dem wurde schnell bewusst: an der BMX WELTMEISTERSCHAFT! Es gibt hier keine Schlechten mehr, alle sind top Fahrer und wollen das Eine: den Sieg! Daher wollte und hat auch keiner nachgeben – es passierten viele Stürze. Sehr viele Stürze. Nicht nur die klassischen Stürze am Gate, sondern auf allen vier Bahnen, bis sogar einen Meter vor der Ziellinie. Die Sanitäter hatten alle Hände voll zu tun. Manche dieser Stürze verliefen glimpflich, andere wurden ins Spital gebracht.

Ohne Pause wurde das ganze Rennen durchexekutiert – Vorläufe (an den meisten Tagen fanden nur 2 statt), Sechzehntel-, Achtel-, Viertel-, Halb- und Finale standen auf dem Programm. Bereits in den Vorläufen begann das «Favoritensterben». Bekannte Namen aus Europa oder auch «Welt-Nummern-Träger» hatten Mühe in den Vorläufen, oder überstanden diese auch nicht. Langsam wurde klar, was diese «amerikanische Piste» wirklich zu bedeuten hatte. Die Überlegenheit der Amerikaner wurde immer deutlicher. Timon Köhler stürzte im ersten Vorlauf, somit platzten seine Träume bereits zeitig. Max Kullmann und auch Seal Nünlist überstanden die Vorläufe nicht. Filib Steiner scheiterte im Sechzehntel-, Shane Nünlist im Achtel-, Nathaniel Köhler im Viertelfinale.

Marco Muff startete gleich in zwei Kategorien. Bei Cruiser Men 17-24 erreichte er das Viertelfinale und in der normalen Kategorie mit 20“ Rädern bei Men 17-24 verpasste er das Finale äusserst knapp mit dem 5. Platz im Halbfinale. Vom Startplatz 8 aus war er sehr gut weggekommen und erkämpfte sich bis Ende erster Kurve die vierte Position, welche für den Finaleizug nötig ist. Diese hielt er auch bis und mit zweiter Kurve. Auf der dritten gerade peilte er jedoch zu wenig konsequent die Innenseite der letzten Kurve an, wodurch er dem belgischen Konkurrenten die „Türe“ zu weit offen liess. Er wurde in der Kurve innen überholt, an den Rand gedrückt, verlor entscheidend Speed und konnte auf der Zielgeraden nicht mehr kontern. Die Enttäuschung war verständlicherweise riesig.

Unsere Challenge Fahrer sind mit Träumen und grossen Zielen an die BMX Weltmeisterschaft angereist. Zurückgekehrt sind sie mit vielen neuen internationalen Kollegen und sehr viel Erfahrung. Grosses Lob an sie, dass sie sich getrauen, bei so einem grossen Sportanlass, der Weltmeisterschaft, anzutreten.

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